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Logistik-Wissen

Die Absatzplanung ist ein essentiell notwendiger Bestandteil der Supply Chain. Aufgrund der sich durch Globalisierung und Digitalisierung permanent ändernden und zunehmenden Anforderungen sind kontinuierliche Optimierungen der Absatzplanung in allen Bereichen notwendig. Dies spiegelt sich in einer stetig zunehmenden Vernetzung des Bereichs Absatzplanung mit  jedem anderen Bereich der Supply Chain wieder.

Absatzprognosen dienen dazu, Trendentwicklungen und Strukturbrüche frühzeitig zu erkennen und in Form unternehmerischer Maßnahmen darauf zu reagieren. Die möglichst präzise Prognose der zukünftigen Absatzentwicklung stellt eine Grundlage für strategische und operative Entscheidungen des Unternehmens dar. Die Festlegung zukünftiger Absatzpotentiale zählt ebenfalls zur Absatzprognose. Dabei werden externe und interne Faktoren miteinbezogen. Erstere können nicht beeinflusst werden, letztere hingegen schon, da es sich um die eigenen Aktivitäten des Unternehmens handelt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Bestände zu klassifizieren. Am gebräuchlichsten ist die Unterteilung entlang der logistischen Kette. Demnach werden Bestände unterschieden in Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse, sowie fertige Erzeugnisse und Waren.

Grundlage der Bestandsoptimierung ist die Einsicht, dass die Höhe der Bestände die Kostenstruktur und die Finanzierung maßgeblich beeinflusst. Die Einsicht allein bringt aber natürlich keinen Optimierungsprozess in Gang. Es braucht konkrete Maßnahmen in allen Bereichen, die mit der Bildung von Beständen zu tun haben. Dafür sind Kenntnisse über Bedingungen und Möglichkeiten zur Steuerung von Beständen nötig.

Die Effektivität des Bestandmanagements wird in erster Linie durch die drei messbaren Größen Lieferservice, Kapitalbindung und Kapitalbindungskosten ermittelt. Der Lieferservice umfasst vier Qualitäten, die Kunden bei einer Lieferung einfordern: Termintreue meint den Zeitraum vom Moment der Bestellung des Kunden bis zum Erhalt der Ware. Lieferzuverlässigkeit beziffert die Wahrscheinlichkeit, mit der eine Bestellung aus dem Lagerbestand bedient werden kann.

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