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Logistik-Wissen

Strategische und Operative Absatzplanung

Die Absatzplanung ist ein essentiell notwendiger Bestandteil der Supply Chain. Aufgrund der sich durch Globalisierung und Digitalisierung permanent ändernden und zunehmenden Anforderungen sind kontinuierliche Optimierungen der Absatzplanung in allen Bereichen notwendig. Dies spiegelt sich in einer stetig zunehmenden Vernetzung des Bereichs Absatzplanung mit  jedem anderen Bereich der Supply Chain wieder.

Laden Sie hier ein PDF mit Übungsaufgaben zur Sortimentsplanung herunter: Übungsaufgaben Sortimentsplanung und -politik

Produktlebenszyklus und Absatzprognose

Absatzprognosen dienen dazu, Trendentwicklungen und Strukturbrüche frühzeitig zu erkennen und in Form unternehmerischer Maßnahmen darauf zu reagieren. Die möglichst präzise Prognose der zukünftigen Absatzentwicklung stellt eine Grundlage für strategische und operative Entscheidungen des Unternehmens dar. Die Festlegung zukünftiger Absatzpotentiale zählt ebenfalls zur Absatzprognose. Dabei werden externe und interne Faktoren miteinbezogen. Erstere können nicht beeinflusst werden, letztere hingegen schon, da es sich um die eigenen Aktivitäten des Unternehmens handelt.

Laden Sie hier ein PDF mit Übungsaufgaben zur Bedarfsprognose herunter: Übungsaufabe Bedarfsprognose und Bedarfsermittlung

Bedeutung unterschiedlicher Bedarfsverläufe für die Bedarfsprognose

Unter einer Bedarfsprognose bezeichnet man das analytische Verfahren, mit dem im Rahmen der verbrauchsorientierten Bedarfsermittlung auf Basis der vergangenen Verbräuche auf künftige Bedarfe geschlossen wird. Basierend auf dem Zusammenhang zwischen dem historischen Verbrauch und dem zukünftigen Bedarf, werden anhand mathematisch-statistischer Vorgänge die künftigen Bedarfe erschlossen.

Laden Sie hier ein PDF mit Übungsaufgaben zur Bedarfsprognose herunter: Übungsaufabe Bedarfsprognose und Bedarfsermittlung

Es gibt verschiedene Faktoren, die auf das Bestandsmanagement einwirken. Dazu zählen interne Faktoren, innerhalb des Unternehmens selbst, sowie externe Faktoren. Die internen Einflüsse sind vielfältiger Natur. Generell kann man sagen, dass sie vom Sicherheitsdenken der einzelnen Funktionsbereiche geprägt sind. Konkret kann man die Fertigungstiefe, die benötigten Lagerstufen oder die Flexibilität der Fertigungsorganisationen nennen. Hinzu kommen erhebliche Einflüsse, die organisatorisch oder technologisch bedingt sind. Typische Faktoren sind hier die Beherrschung der Typen und Variantenvielfalt durch Standardisierungen auf Teile- und Baugruppenebene, die Gewährleistung der Produktionsqualität oder die Vermeidung zu vieler Konstruktionsänderungen.

Laden Sie hier ein PDF mit Übungsaufgaben zum Sicherheitsbestand herunter: Übungsaufgaben Sicherheitsbestand

Grundlage der Bestandsoptimierung ist die Einsicht, dass die Höhe der Bestände die Kostenstruktur und die Finanzierung maßgeblich beeinflusst. Die Einsicht allein bringt aber natürlich keinen Optimierungsprozess in Gang. Es braucht konkrete Maßnahmen in allen Bereichen, die mit der Bildung von Beständen zu tun haben. Dafür sind Kenntnisse über Bedingungen und Möglichkeiten zur Steuerung von Beständen nötig.

Laden Sie hier ein PDF mit Übungsaufgaben zur Berechnung der optimalen Bestellmenge herunter: Übungsaufgaben optimale Bestellmenge berechnen

Die Effektivität des Bestandmanagements wird in erster Linie durch die drei messbaren Größen Lieferservice, Kapitalbindung und Kapitalbindungskosten ermittelt. Der Lieferservice umfasst vier Qualitäten, die Kunden bei einer Lieferung einfordern: Termintreue meint den Zeitraum vom Moment der Bestellung des Kunden bis zum Erhalt der Ware. Lieferzuverlässigkeit beziffert die Wahrscheinlichkeit, mit der eine Bestellung aus dem Lagerbestand bedient werden kann.

Laden Sie hier ein PDF mit Übungsaufgaben zur ABC-Analyse herunter: Übungsaufgabe ABC-Analyse

Marktsituation und Bestandsreduzierung

Eine Bestandsreduzierung beruht auf einer ganzheitlichen Vorgehensweise. Eine Bestandsreduzierung stellt dabei eine Optimierung der Lagerstrukturen und –mengen dar. Dabei werden vor allem die Wertschöpfungsprozesse entlang der Auftragsabwicklung durchleuchtet. Indem verschiedene Parameter verändert werden, wird die Umschlagshäufigkeit der im Lager deponierten Produkte gesteigert und Überbestand reduziert. Dies erfordert kürzere Bestellzyklen an die Produktion sowie eine Verringerung der Durchlaufzeiten im Lager. Möglichkeiten hierfür finden sich in der Vereinfachung und Flexibilisierung der Lagervorgänge sowie in einer Just-in-time-gerechten Produkt- und Produktprogrammgestaltung.

Hier erhalten Sie ein PDF mit Übungsaufgaben zur Reduzierung der Lagerkosten: Übungsaufgaben Lagerkosten senken

Lagerbesatnd optimieren mit Lagerkennzahlen

Die zentrale Idee, die hinter einer Optimierung des Lagerbestandes steckt, ist es, die Lagerkosten so weit zu reduzieren, wie es wirtschaftlich sinnvoll ist, ohne aber das bestehende Servicelevel zu senken. Der Lagerbestand hat wesentlichen Einfluss auf das Betriebsergebnis. Bestände wirken sich direkt auf die wirtschaftlichen Ziele eines Unternehmens aus. Neben Transportkosten nehmen Lagerkosten den größten Kostenpunkt in der Logistik ein. Eine Optimierung des Lagerbestands ist deshalb von wesentlicher Bedeutung und immer sinnvoll. Der jeweilige Prozess sieht jedoch von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich aus.

Laden Sie hier ein PDF mit Übungsaufgaben zum Thema herunter: Übungsaufgabe Lagerkosten optimieren

Grafik Lagerbestand zu hoch

Ein hoher Lagerbestand stellt für jedes Unternehmen eine Gefahr dar. Dieser birgt Risiken und kann selbst erfolgreiche Unternehmen in eine kritische und bedrohliche Lage bringen. Vor allem vorratsintensive Unternehmen können dies zu spüren bekommen, wenn Altlasten und schwer verkaufbare Artikel immer mehr zu einer finanziellen Belastung werden. Gleichermaßen erhöht sich das Lagerrisiko, denn je mehr Ware im Lager verwahrt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für Veralterung, Beschädigung, Schwund und Verderb. Die Gefahr, dass eingelagerte Ware nicht mehr benötigt wird und mit Verlust verkauft werden muss, steigt.

Laden Sie hier ein PDF mit Übungsaufgaben zum Thema herunter: Übungsaufgabe Lagerkennziffern berechnen

Grafik Lagerbestand zu hoch

Wird der Höchstbestand überschritten, bildet sich ein Überbestand, eine Bestandsmenge, die wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll ist. Der Lagerbestand hat dann im Verhältnis zum Eigenkapital eine kritische Größe erreicht. Eine Vielzahl an Unternehmen sitzt auf großen Mengen unverkaufter Altlasten. Hohe Lagerbestände treten dabei  bei Unternehmen aller Größen und Branchen auf.  Die Gründe für Überbestände sind vielseitig. In vielen Fällen mangelt es schlichtweg an der Auseinandersetzung und angemessenen Beachtung der Lagerbestände. Dabei entsteht enormes Potenzial, wenn Kapital durch den Abbau von Überbeständen freigesetzt wird.

Laden Sie hier ein PDF mit Übungsaufgaben zur Berechnung des Lagerbestands herunter: Übungsaufgabe Lagerbestand berechnen

Lagerkosten senken in vier Schritten Grafik

Ein hoher Lagerbestand bedeutet eine hohe Lieferfähigkeit, was für sich genommen sehr positiv ist. Die Kehrseite besteht in den hohen Lagerkosten, die bei hohem Lagerbestand unweigerlich auftreten. Dadurch entsteht eine enorme Bindung von Kapital, das anderweitig deutlich effizienter genutzt werden könnte. Das Senken der Lagerkosten hat also primär zum Ziel, die Liquidität des Unternehmens zu erhöhen. Allerdings muss dies unter der Prämisse der Wirtschaftlichkeit geschehen. Die Reduzierung der Kosten muss ökonomisch sinnvoll gestaltet sein, denn ein Lager mit zu geringen Vorräten gerät schnell in einen Engpass oder verursacht gar einen Produktionsstillstand.

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Software Bestandsmanagement Funktionalitäten und Aufgaben

Intelligente Softwares ergänzen das bestehende ERP-System durch bedarfsspezifische Prognosealgorithmen und ausgereifte und dynamische Lagerhaltungsstrategien. Sie können an jedem Punkt der Lieferkette eine exakte Prognose erstellen und die Bestandsoptimierung für die gesamte Lieferkette planen. Den meisten ERP-Systemen mangelt es an derartig speziellen Funktionen. Auch notwenige Analyse-Tools, um die Auswirkungen von geänderten Servicelevels, Lagerbeständen oder Budgetvorgaben zu prognostizieren, sind bei vielen ERP-Systemen nicht inbegriffen.

Strategische und Operative Sortimentsplanung

Die optimale Gestaltung des Sortiments ist ein wichtiger Faktor für das erfolgreiche Agieren auf dem Markt. Eine fundierte ABC-Analyse liefert Aufschluss über das eigene Sortiment: Welche Artikel haben die größte Rentabilität? Welche sind für die Kunden am wichtigsten? Welche verursachen die meisten Kosten? In vielen Unternehmen generieren 20% des Sortiments 80% des Umsatzes. Angesichts der Tatsache, dass ein so großer Teil des Sortiments dem Unternehmen vergleichsweise wenig einbringt, ist es offensichtlich von Vorteil, die Aufmerksamkeit auf die leistungsstärksten Produktlinien zu richten. Gleichzeitig sollten Entscheidungen über den Bestand nie leichtfertig getroffen werden. Unternehmen sollten sich bemühen, das gesamte Sortiment so effektiv wie möglich zu verwalten.

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Die Supply Chain ist das Netzwerk von Unternehmen, das an den unterschiedlichen Prozessen der Wertschöpfungskette eines Artikels in Form von Produkten oder Dienstleistungen beteiligt ist. Die Wertschöpfungskette beinhaltet nicht nur interne Prozesse, sondern auch die Zusammenarbeit und Koordination zwischen allen Unternehmen der Supply Chain. Ziel ist es, die Prozesse aller Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette zu erschließen und zu optimieren.

Laden Sie hier ein PDF mit Übungsaufgaben zum Thema herunter: Wissensfragen zur Supply-Chain-Optimierung

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