Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis- Wie lässt sich die Forecast Accuracy für die Supply Chain Excellence nutzen?
- Was bedeutet Prognosegenauigkeit (Forecast Accuracy)?
- Wie misst man Forecast Accuracy?
- Wie sieht eine “gute” Forecast Accuracy aus?
- Welches Modell zur Prognosegenauigkeit sollten Sie verwenden?
- Wofür sollte man Prognosegenauigkeit verwenden?
- Abschließende Überlegungen zur Prognosegenauigkeit
- Möchten Sie diese Prognoseprinzipien in die Praxis umsetzen?
- Blog-Autoren
- FAQs zur Forecast Accuracy
Überblick
Forecast Accuracy ist eine zentrale Kennzahl im Supply-Chain-Management. Sie misst, wie gut die prognostizierte Nachfrage mit der tatsächlichen übereinstimmt und hilft dabei, Bestandsplanung und Geschäftsprozesse zu verbessern. Gängige Messmethoden sind Bias/ME, MAE, MAPE und RMSE. Jeder dieser Methoden hat unterschiedliche Stärken und Schwächen. Kein Modell ist universell „das beste“. Zielwerte für eine „gute“ Prognosegenauigkeit oder Forecast Accuracy sind kontextabhängig und sollten beurteilt werden, indem die Performance eines Modells mit der eines einfachen Basismodells verglichen wird. Darüber hinaus kann die Prognosegenauigkeit genutzt werden, um die Nachfrageunsicherheit für die Sicherheitsbestandplan und zu quantifizieren.
Zu Beginn eine eindrucksvolle Statistik: 77 % der Unternehmen investieren in Technologie, um eine bessere Transparenz in der Lieferkette zu schaffen. Interessant dabei ist, dass Unternehmen, die diesen Schritt bereits gegangen sind, laut Berichten eine doppelt so häufig Lieferkettenprobleme vermeiden konnten wie andere.
Supply-Chain-Transparenz ist daher eine der obersten Prioritäten für die Verantwortlichen in der Lieferkette. Doch in einer Zeit, in der KI und maschinelles Lernen die Prognoselandschaft verändern, gibt es ein entscheidendes Planungsparadoxon, das wir nicht ignorieren können: Keine Prognose ist vor Fehlern gefeit.
Glücklicherweise gibt es statistische Tools und Methoden, mit denen sich die Lücke zwischen prognostizierter und tatsächlicher Nachfrage schließen lassen.
In diesem Blogbeitrag befassen wir uns daher mit dem Thema Prognosegenauigkeit und erläutern, wie Sie diese leistungsstarke statistische Analysetechnik nutzen können, um zuverlässigere Prognosen zu erstellen und eine bessere Transparenz in Ihrer gesamten Lieferkette zu erreichen.
Beginnen wir mit den Grundlagen.
Was bedeutet Prognosegenauigkeit (Forecast Accuracy)?
Forecast Accuracy oder Prognosegenauigkeit ist eine Methode zur Bewertung der Qualität von Prognosen. Im Zusammenhang mit der Supply-Chain-Planung bezieht sich die Prognosegenauigkeit darauf, wie genau die prognostizierte Nachfrage nach Produkten oder Dienstleistungen mit der tatsächlichen übereinstimmt.
Das Ergebnis dieser Analyse kann zu einer effizienteren Entscheidungsfindung beitragen. Dennoch ist es kein Patentrezept, mit dem Sie Ihre Prognosefehler schnell beheben können.
Selbst die Festlegung einer Fehlertoleranz kann problematisch sein. Wie kann man schließlich definieren, wie “genau” aussieht?
Eine Genauigkeit von 100% wäre ideal, ist aber eher ein theoretischer Referenzwert als ein realistisches Ergebnis. Auch 75 % klingen vernünftig, aber ob dieser Wert erreichbar oder überhaupt sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.
Es hängt ganz von den Zielen Ihres Unternehmens, der Art des Kaufverhaltens Ihrer Kunden und den verfügbaren Daten ab.
Wie misst man Forecast Accuracy?
Eine Absatzprognose zu erstellen ist wertvoll – die eigentliche Erkenntnis liegt jedoch oft in der Bewertung ihrer Genauigkeit. Dafür ist es notwendig, die Prognose mit einer Leistungskennzahl zu versehen. Faktoren wie die Prognosefrequenz beeinflussen ebenfalls die Zuverlässigkeit der Vorhersagen, weshalb der Ansatz immer an den jeweiligen Planungskontext angepasst werden sollte. Häufig liefert diese Kennzahl eine aussagekräftigere Perspektive als die Prognose allein. Die Grundlagen der Messung der Prognosegenauigkeit
Alle Messmethoden basieren auf dem Prognosefehler (e). Dieser Fehler ist die Differenz zwischen der Prognose f (d. h. der prognostizierten Nachfrage) und der tatsächlichen Nachfrage (d) innerhalb eines bestimmten Zeitraums (t):
Eine Prognose ist gut, wenn das Fehlermaß klein ist.
Manchmal wird die Leistung jedoch auf die Genauigkeit und nicht auf den Grad des Fehlers ausgerichtet. In diesem Fall ist eine Prognose gut, wenn die Genauigkeit nahe bei 100 % liegt.
Es gibt verschiedene Methoden zur Bewertung der Prognosegenauigkeit, jede hat ihre Vor- und Nachteile. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die gängigsten Kennzahlen.
Bias or Mean Error (ME)
Der Bias (systematische Abweichung) oder mittlere Fehler (ME) ist der Durchschnitt aller Prognosefehler.
Diese Kennzahl ist leicht verständlich: Bei einer guten Prognose ist die Abweichung zwischen Prognose und tatsächlicher Nachfrage gering, der Bias liegt nahe bei null.
Ein positiver Wert bedeutet, dass Sie eine zu hohe Nachfrage vorhersagen, während ein negativer bedeutet, dass Sie die Nachfrage unterschätzen.
Ein Nachteil dieses Modells ist jedoch, dass sich positive und negative Fehler gegenseitig aufheben können. Eine Prognose mit großen Abweichungen kann dennoch ein geringes Bias aufweisen.
Daher sollte der Bias niemals isoliert, sondern immer in Kombination mit anderen Kennzahlen betrachtet werden.
Mean Absolute Error (MAE)
Der Mean Absolute Error (MAE) misst die durchschnittliche absolute Abweichung zwischen Prognose und tatsächlicher Nachfrage.
Der Vorteil dieser Kennzahl liegt darin, dass alle Fehler absolut betrachtet werden. Ein kleiner MAE bedeutet, dass die Prognosefehler insgesamt gering sind. Außerdem ist der MAE leicht zu interpretieren.
Allerdings zeigt der MAE nicht, wie groß der Fehler im Verhältnis zur tatsächlichen Nachfrage ist. Eine Abweichung von 5 Einheiten ist für ein Produkt mit durchschnittlich 10 Verkäufen gravierend, für ein Produkt mit 1.000 Verkäufen jedoch kaum relevant.
Mean Absolute Percentage Error (MAPE)
Der mittlere absolute Fehler in Prozent (MAPE) gibt an, wie groß die Fehler im Vergleich zum tatsächlichen Bedarf sind.
Sie ist definiert als das durchschnittliche Verhältnis zwischen dem Prognosefehler und der tatsächlichen Nachfrage:
Aus diesem Grund ist diese Kennzahl auch leicht zu interpretieren.
Der MAPE gibt an, wie weit die Prognose im Durchschnitt abweicht, und zwar in Prozent.
Diese Methode der Prognosegenauigkeit hat jedoch auch ihre Grenzen. Überschätzungen der Nachfrage werden stärker bestraft als Unterschätzungen. Die Vorhersage von 30 Stück, wenn die tatsächliche Nachfrage nur 10 Stück beträgt, ergibt einen MAPE von 200 %, aber Unterschätzungen ergeben einen maximalen MAPE von nur 100 %.
Dies ist ein Problem für Produkte mit geringer Nachfrage, bei denen es schwieriger ist, einen kleinen MAPE zu erhalten. Ein noch größeres Problem ist es jedoch für Zeiträume ohne Nachfrage, da man dann durch Null dividieren müsste.
Root Mean Squared Error (RMSE)
Der Root Mean Squared Error (RMSE) basiert auf der Quadratwurzel der quadrierten Prognosefehler.
Er ähnelt dem MAE, gewichtet jedoch große Fehler deutlich stärker als kleine. Dadurch eignet sich der RMSE gut, um zu erkennen, ob Prognosen und tatsächliche Verkäufe generell nahe beieinanderliegen. Leider wird dadurch die Interpretation dieses speziellen Modells erschwert.
Wenn Ihre Nachfragedaten gelegentliche Ausreißer enthalten, die von einer Prognose nicht abgebildet werden sollen, ist der MAE oft die robustere Wahl.
Der mittlere quadratische Fehler (MSE) ist dem RMSE ähnlich, verzichtet jedoch auf die Quadratwurzel, wodurch die Einheit quadriert wird und die Interpretierbarkeit weiter sinkt.
Es gibt viele andere Maßstäbe für die Prognosegenauigkeit. Welche Sie verwenden sollten, hängt von verfügbaren Daten ab. Es kann sich lohnen, einige der selteneren Alternativen zu prüfen, um zu sehen, ob sie besser passen.
Wie sieht eine “gute” Forecast Accuracy aus?
Die Vielzahl an Kennzahlen wirft Fragen auf wie:
- Welche Kennzahl sollte ich verwenden?
- Welches Ziel sollte ich anstreben?
Leider gibt es darauf keine einfachen Antworten.
Nehmen wir an, Sie verwalten die Prognosen für Ihre Produkte und stellen fest, dass die MAE im Durchschnitt 60 % beträgt.
Ist das ein guter oder ein schlechter Wert?
Eine Kennzahl zur Prognosegenauigkeit für sich allein hat nur eine begrenzte Aussagekraft. Um die Qualität einer Prognose beurteilen zu können, müssen Sie wissen, wie gut sich die zukünftige Nachfrage vorhersagen lässt. Und das hängt von vielen Faktoren ab.
Die Nachfrage nach Produkten mit hohem Absatzvolumen ist in der Regel leichter vorherzusagen als die von Langsamdrehern. Ebenso ist es einfacher, die Nachfrage für ein Produkt über eine Gruppe von Filialen hinweg zu prognostizieren, als die Nachfrage jeder einzelnen Filiale exakt abzubilden.
Darüber hinaus sind langfristige Prognosen wesentlich schwieriger als kurzfristige. Die erreichbare Prognosegenauigkeit hängt außerdem von der Menge relevanter Daten ab, die Ihnen zur Verfügung stehen.
Fehlen wichtige Informationen, können Ihre Prognosemodelle nicht gut performen. Schließlich können Sie nur auf Basis dessen prognostizieren, was Sie wissen.
Schaubild 2: Gute Prognosen bei unvorhersehbarer Nachfrage
Die beiden obigen Diagramme zeigen eine einfache Prognose und die tatsächlichen Verkäufe zweier hypothetischer Produkte.
Die Nachfrage nach dem ersten Produkt weist ein klares monatliches Muster auf, sodass eine konstante Prognose eindeutig suboptimal ist.
Beim zweiten Produkt wurden dieselben Daten verwendet, jedoch zeitlich durchmischt. Dadurch ist kein monatliches Muster mehr erkennbar.
Ohne zusätzliche Informationen ist eine konstante Prognose hier das Beste, was möglich ist.
Alle zuvor besprochenen Kennzahlen zeigen, dass die Leistung dieser konstanten Prognose für beide Produkte exakt gleich ist. Das ist natürlich irreführend.
Wenn Sie ein Modell einsetzen, das wöchentliche und monatliche Muster erkennen kann, erhalten Sie für das erste Produkt eine deutlich bessere Prognose, wie die folgende Grafik zeigt.
Schaubild 3: Gute Prognosen bei vorhersehbarer Nachfrage
Die obigen Grafiken verdeutlichen einen der größten Nachteile bei der Messung der Prognosegenauigkeit: Eine Prognose kann nur dann als gut bewertet werden, wenn sie im richtigen Kontext betrachtet wird.
Es ist wesentlich sinnvoller, die Prognoseleistung eines Modells mit den anderen Modellen zu vergleichen, anstatt sich auf absolute Kennzahlenwerte zu konzentrieren.
Basismodelle als Vergleichsmaßstab
Basismodelle liefern einfache Prognosen, z. B. auf Basis des historischen Durchschnitts.
So erhalten Sie einen Referenzwert, mit dem Sie Ihre Prognosen vergleichen können. Dieser hilft einzuschätzen, wie vorhersagbar die Nachfrage ist und wie viel besser ein komplexeres Modell im Vergleich abschneidet.
Welches Modell zur Prognosegenauigkeit sollten Sie verwenden?
Wie bereits erwähnt, hat jedes Modell zur Prognosegenauigkeit seine Vor- und Nachteile. Nachfolgend finden Sie eine kurze Übersicht.
| Leicht zu interpretieren | Zeigt Über- oder Unterschätzungen an | Klein, wenn die Fehler klein sind | Relativer Fehler | Empfindlich für große Fehler | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bias/ME | ✅ | ✅ | ❌ | ❌ | ❌ |
| MAE | ✅ | ❌ | ✅ | ❌ | ❌ |
| MAPE | ✅ | ❌ | ✅ | ✅ | ❌ |
| RMSE | ❌ | ❌ | ✅ | ❌ | ❌ |
Tabelle 1: Vor- und Nachteile der Messmethoden zur Prognosegenauigkeit.
Es ist entscheidend zu verstehen, dass jede Kennzahl etwas anderes misst. Daher hängt es vom gewählten Modell ab, welche Prognose als die beste gilt.
Die folgende Grafik zeigt dies besonders anschaulich. Selbst bei einer konstanten Prognose sind sich die verschiedenen Kennzahlen nicht darüber einig, welche Prognose optimal ist.
Schaubild 4: Für unterschiedliche Kennzahlen zur Prognosegenauigkeit sind unterschiedliche Prognosen optimal
Wofür sollte man Prognosegenauigkeit verwenden?
Sie sollten vermeiden, sich ausschließlich auf eine einzelne Kennzahl zur Prognosegenauigkeit zu verlassen.
So ist es wahrscheinlicher, dass Sie einige der Fallstricke bei der Bewertung der Prognosegenauigkeit verschiedener Produkte und Produktgruppen vermeiden. Richtig eingesetzt ist die Prognosegenauigkeit jedoch äußerst wertvoll für Ihr Unternehmen.
1) Verbesserung der Geschäftsprozesse
Eine sorgfältige Bewertung der Prognosequalität kann sehr hilfreich sein, um Geschäftsprozesse zu verbessern.
Um Verbesserungspotenziale zu identifizieren, müssen Sie die Auswirkungen der Prognosen auf Ihre Bestände und Ihr gesamtes Unternehmen betrachten.
Genau hier kommt Business Intelligence (BI) ins Spiel.
Zunächst sollten alle verfügbaren Daten analysiert werden. Mithilfe von BI lassen sich Daten mit Unterstützung von Visualisierungstools in umsetzbare Erkenntnisse überführen.
So können Sie mehrere Leistungskennzahlen gleichzeitig bewerten und gezielt auf sehr spezifische Produktgruppen zoomen.
Darüber hinaus kann BI dort, wo Prognosen weniger relevant sind, andere Verbesserungspotenziale in Ihren Geschäftsprozessen aufzeigen.
Bei Produkten mit kurzen Lieferzeiten und großen Losgrößen ist die Prognosegenauigkeit weniger entscheidend. Sie bestellen nach, wenn der Bestand niedrig ist, und warten einfach, bis die Artikel verkauft sind.
Das Ziel von BI ist es, aus Daten umsetzbare Erkenntnisse zu gewinnen, um diese für datenbasierte Entscheidungen zu nutzen.
Ein Reporting der Prognosegenauigkeit auf Artikelebene liefert nicht immer umsetzbare Erkenntnisse. Gute Prognoseabweichungen hingegen erzeugen umsetzbare Erkenntnisse auf Artikelebene und sind Auslöser für eine sofortige Überprüfung der Prognose einzelner Artikel.
Es gibt noch einen weiteren Grund, warum die Überwachung der Prognosegenauigkeit essenziell ist.
2) Messung von Unsicherheit
Eine hochwertige Prognose kann Muster in Ihren Nachfragedaten erkennen. Doch eine Prognose ist niemals perfekt. Es wird immer Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Nachfrage geben.
Für eine gute Supply-Chain-Planung ist es entscheidend zu wissen, wie unsicher Ihre Nachfrageprognosen sind. Nur so können Sie Unsicherheiten berücksichtigen und das Risiko von Fehlbeständen bewerten.
Wenn Sie ein bestimmtes Serviceniveau für Ihre Kunden sicherstellen möchten – und wer möchte das nicht? – benötigen Sie Sicherheitsbestände, um diese Unsicherheiten abzufedern.
Je ungenauer die Prognose, desto höher muss der Sicherheitsbestand sein.
Betrachten Sie die Unterschiede zwischen prognostizierter und tatsächlicher Nachfrage, also den Prognosefehler, für die beiden folgenden hypothetischen Produkte.
Schaubild 5: Für unterschiedliche Kennzahlen zur Prognosegenauigkeit sind unterschiedliche Prognosen optimal
Schaubild 6: Fehlerverteilung für ein Produkt mit geringer erwarteter Unsicherheit innerhalb der Abdeckungszeit
Die obigen Abbildungen zeigen die Fehlerverteilungen für diese beiden Prognosen.
Das Produkt mit höherer erwarteter Unsicherheit erfordert einen höheren Sicherheitsbestand, um z. B. 99 % der Nachfrage zu decken.
Die Grafik zeigt auch eine symmetrische Fehlerverteilung.
Dies kann bei guten Prognosen für Produkte mit hoher Nachfrage der Fall sein. Bei Produkten mit geringer oder unregelmäßiger Nachfrage ist die Fehlerverteilung jedoch nicht symmetrisch, da die Nachfrage nicht negativ sein kann.
Um ein angemessenes Sicherheitsbestandsniveau festzulegen, müssen Sie die Form der Fehlerverteilung berücksichtigen.
Durch die Überwachung der Verteilung der Prognosefehler erhalten Sie ein gutes Verständnis dafür, welche Arten von Fehlern in Zukunft zu erwarten sind, und können Ihre Supply-Chain-Prozesse entsprechend anpassen.
Schaubild 7: Symmetrischer Prognosefehler für ein schnelldrehendes Produkt
Schaubild 8: Asymmetrischer Prognosefehler für ein Produkt mit geringer oder unregelmäßiger Nachfrage
Abschließende Überlegungen zur Prognosegenauigkeit
Für die Supply-Chain-Planung ist es absolut entscheidend, ein gutes Verständnis der zukünftigen Nachfrage und ihrer Volatilität zu haben.
Daher ist es nur konsequent, die Prognosegenauigkeit zu überwachen.
Behalten Sie bei der Analyse Ihrer eigenen Prognosegenauigkeit folgende Punkte im Hinterkopf:
- Es ist nicht möglich, allgemeingültige Zielwerte für die Prognosegenauigkeit festzulegen, da im Voraus nicht bekannt ist, wie gut sich die Nachfrage vorhersagen lässt (auf Basis der verfügbaren Daten).
- Stattdessen sollten Sie die Leistung Ihrer Prognosemodelle mit der anderer (Basis-)Modelle vergleichen.
- Ebenso gibt es kein „bestes“ Modell zur Prognosegenauigkeit.
- Für eine fundierte Bewertung der Prognoseleistung sollten Sie mehrere Kennzahlen betrachten, die zu Ihrem Ziel passen.
- Bei der Bewertung der Prognoseleistung müssen alle relevanten Informationen berücksichtigt werden.
- Sie sollten sich auch auf andere Bereiche des Supply-Chain-Prozesses konzentrieren, insbesondere dort, wo Leistungsengpässe bestehen.
- Gute Prognosen können Muster in der Nachfrage erkennen, doch es wird immer eine gewisse Unsicherheit geben – schließlich handelt es sich um die Zukunft, und diese ist noch nicht eingetreten.
- Prognosegenauigkeit ist eine Möglichkeit, diese Unsicherheit zu messen, wenn Sie sich auf Prognosen verlassen.
- Nutzen Sie diese Informationen, um Ihre Nachschubprozesse anzupassen und erwartete Prognosefehler abzusichern.
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Blog-Autoren
FAQs zur Forecast Accuracy
Was bedeutet forecast accuracy?
Die Vorhersagegenauigkeit ist eine Methode zur Bewertung der Qualität von Prognosen. In der Lieferkettenplanung misst sie, wie genau die prognostizierte Nachfrage mit der tatsächlichen Nachfrage übereinstimmt.
Wie kann ich die Prognosegenauigkeit messen?
Die Vorhersagegenauigkeit kann mit verschiedenen Methoden gemessen werden, darunter Bias oder mittlerer Fehler (ME), mittlerer absoluter Fehler (MAE), mittlerer absoluter prozentualer Fehler (MAPE), mittlerer quadratischer Fehler (RMSE) und andere. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile.
Was ist die Bedeutung der Prognosegenauigkeit?
Die Genauigkeit von Prognosen ist entscheidend für die Verbesserung von Geschäftsprozessen und der Bestandsverwaltung. Sie hilft dabei, die Auswirkungen von Prognosen auf den Bestand zu bewerten, Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen und datengestützte Entscheidungen zu treffen.
Wie sollte eine “gute” Prognosegenauigkeit aussehen?
Die Definition einer “guten” Prognosegenauigkeit hängt von Faktoren wie Produktnachfragemuster, Vorlaufzeiten und Datenverfügbarkeit ab. Es ist wichtig, die Prognosegenauigkeit mit Basismodellen zu vergleichen und den Kontext zu berücksichtigen.
Warum die Forecast Accuracy überwachen?
Die Überwachung der Prognosegenauigkeit hilft dabei, die Unsicherheit der Nachfrage zu verstehen, Sicherheitsbestände zu bestimmen und ein bestimmtes Serviceniveau für die Kunden zu gewährleisten. Sie ermöglicht es Unternehmen, ihre Lieferkettenprozesse anzupassen, um Prognosefehler zu berücksichtigen.













