Überblick


Bedarfsmanagement ist der Prozess, bei dem Kundenzufriedenheit und möglichst geringe Lagerkosten miteinander in Einklang gebracht werden, indem zukünftiger Bedarf antizipiert, validiert und gedeckt wird. Dabei geht es über eine rein historienbasierte Prognose hinaus, indem Daten angereichert werden, um fundierte Entscheidungen entlang der Lieferkette zu ermöglichen.

Beim Bedarfsmanagement geht es darum, die Kunden zufrieden zu stellen. Auch wenn kein Unternehmen seine Kunden enttäuschen will, gibt es immer finanzielle Einschränkungen. Daher ist es keine Option, riesige Lagerbestände anzulegen, um die potenzielle Kundennachfrage zu befriedigen, die möglicherweise (oder auch nicht) eintreten wird. Da stellt sich die Frage: Wie sollten Sie also die zukünftige Nachfrage antizipieren, validieren und sich darauf vorbereiten?

 

Was ist das Bedarfsmanagement?

In einem von Volatilität, schnellen Nachfrageveränderungen, Nachhaltigkeitsdruck und knappen Margen geprägten Umfeld ist ein präzises Bedarfsmanagement zu einer zentralen Herausforderung für Supply Chains geworden. Ein effektives und/oder optimiertes Bedarfsmanagement bzw. Demand Management kann, die Nachfrage über komplexe Kunden- und Vertriebsnetze hinweg präzise vorhersagen. Dies bedeutet, dass sich Prognosen dynamisch und in Echtzeit an neue Trends, saisonale Schwankungen oder unerwartete Störungen anpassen können. Entscheidend ist schließlich, diese Nachfragesignale in die gesamte End-to-End-Supply-Chain einzuspeisen und zu verstehen, wie sich Änderungen in der Nachfrage auf Beschaffung, Lagerbestände, Personal und Gewinnmargen auswirken.

Dieses Maß an Dynamik, Echtzeit-Reaktionsfähigkeit und End-to-End Transparenz kann nur durch Automatisierung, KI und eine erstklassige, ganzheitliche Supply-Chain-Plattform erreicht werden.

 

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Ziele des Bedarfsmanagements

Das Hauptziel eines effektiven Bedarfsmanagements ist es, die Kundenerwartungen zu erfüllen. Egal in welcher Branche oder für welche Verbrauchergruppe, die Grundlage für eine optimierte Erfüllung bleibt dieselbe: den Kunden oder Endnutzern das zu liefern, was und wann es sie wollen oder benötigen.

Die Fulfillment-Fähigkeit hängt nicht nur davon ab, die Nachfrage zu erkennen, sondern auch diese Nachfrage gegen die Echtzeitkapazität und die individuellen Unternehmensziele abzuwägen. Die Ziele des Bedarfsmanagements sind daher die folgenden:

  • Mit Präzision vorausplanen, unter Berücksichtigung der Marktbedingungen, potenzieller Störungen und alternativer Aktionspläne auf der Grundlage einer sorgfältigen Szenarioplanung.
  • Optimieren Sie über alle Kanäle hinweg, verwalten Sie Standorte und Produkte auf granularer Ebene, um das Umsatzpotenzial zu maximieren und eine konstante Verfügbarkeit sicherzustellen.
  • Vermeiden Sie Veralterung, ohne kostspielige Überschüsse zu verursachen

 

Vorteile des Bedarfsmanagements

Das übergeordnete Ziel ist es, die Nachfrage mit der nötigen Präzision zu antizipieren, zu validieren und zu bedienen, um Kunden zufriedenzustellen und die Rentabilität zu maximieren. Der Weg dorthin besteht jedoch aus zahlreichen einzelnen Mehrwerten.

Optimiertes Nachfragemanagement bedeutet, die Verkaufsmargen jedes einzelnen Produkts basierend auf seinem Profil, der Real-Time-Nachfrage, vorhandenen Mengen, Preisen und den Beschaffungsentscheidungen, gezielt zu maximieren. Diese Datentransparenz über alle Kanäle und Artikel hinweg ermöglicht es, Prioritäten dort zu setzen, wo in Echtzeit der größte Wert entsteht, und diese Entscheidungen gezielt gegen den Abbau von Lagerbeständen abzuwägen.

Die beschriebene Transparenz entlang der gesamten Supply Chain sorgt auch für mehr Flexibilität. Unternehmen können schnell auf neue Chancen reagieren und bleiben auch bei Störungen widerstandsfähig. Das Ergebnis ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Fehlbeständen und Überbeständen. Produkte sind kontinuierlich verfügbar, werden zum vollen Preis verkauft und gleichzeitig so kosteneffizient wie möglich gelagert und gesteuert.

 

Der Prozess des Bedarfsmanagements: seine Bedeutung und seine Elemente

Welche Produkte werden von Kunden nachgefragt? In welchen Mengen? Und wie oft? Im Laden, online oder als Teil eines Omnichannel-Erlebnisses? Diese Fragen bilden die Nachfragematrix aus Kundensicht.

Dem gegenüber stehen interne Faktoren wie: Was haben wir bereits auf Lager? Welche Restlaufzeit haben die vorhandenen Artikel? Wie viel müssen wir beschaffen, um die erwartete zukünftige Nachfrage zu decken? Haben wir die Kapazitäten, um diese zusätzlichen Mengen zu lagern? Wo fällt die Nachfrage konkret an und wie kann die Netzwerkstruktur entsprechend gesteuert werden?

Durch weitere Faktoren wie Arbeitskräfte, Preisgestaltung, Nachhaltigkeit und eine Reihe weiterer Aspekte, wird die Komplexität des Demand Managements deutlich. Diese beschriebene Komplexität zeigt, wie unverzichtbar digitale Lösungen und KI-gestützte Tools sind.

 

Die richtige Bedarfsmanagement-Tool auswählen

Welches Bedarfsmanagement-Tool passt zu Ihrem Unternehmen? Wo fängt man an, um das richtige Tool für diese Aufgabe zu finden?

Wenn Sie sich ein umfassendes Bild davon machen wollten, wie sich die Nachfrage in Echtzeit auf den Rest Ihrer gesamten Supply Chain auswirkt, benötigen Sie idealerweise eine ganzheitliche Lösung, die diese Entscheidungen und Balance automatisch und zentral trifft.

Benötigt wird eine Plattform, die das Bedarfsmanagement über Prognosen, kanalübergreifende Steuerung, Demand Sensing und Planung hinweg auf ein neues Niveau hebt. Durchgängige Transparenz und datenbasierte Erkenntnisse sorgen dabei für höchste Präzision und nachhaltige Rentabilität.

Diese Plattform sollte aus einzelnen Modulen bestehen, die alle genannten Anforderungen abdecken. So ermöglicht die automatische Kategorisierung und Klassifizierung jeder SKU auf Basis historischer und aktueller Nachfragedaten eine dynamischere, granulare Prognose. Neuere statistische Modelle und Machine-Learning-Algorithmen helfen anschließend, Prognosen an erwartete oder Echtzeit-Muster sowie saisonale Schwankungen anzupassen. Gleichzeitig müssen diese Prognosen mit den Echtzeitdaten der Supply Chain abgeglichen werden – aktuelle Bestände, Kapazitäten, personelle Ressourcen, Rentabilitätsziele, Preis- und Rabattentscheidungen, Werbeaktionen und viele weitere Faktoren.

Wie bereits erläutert, sollten diese detaillierten Entscheidungen und Trade-Offs auch für Ihr eigenes Netzwerk und Ihre Strategie repräsentativ sein, mit einem Modul, das sich speziell mit der mehrstufigen Bestandsoptimierung (MEIO), dem Netzwerkausgleich zwischen Standorten oder der erweiterten Segmentierung von Produkten in jedem Bereich befasst.

Letztendlich ist das richtige Tool für Sie dasjenige, das Ihre Gewinne auf Grundlage genauer Daten und präziser Prognosen maximieren kann. Dazu benötigen Sie eine zentrale und zuverlässige Quelle, die Ihnen einen vollständigen Überblick über die gesamte Situation bietet.

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Trends und zukünftige Entwicklungen im Bedarfsmanagement

Blickt man nach vorn ist klar: Volatilität wird ein konstanter Faktor bleiben, weshalb Agilität zur entscheidenden Fähigkeit wird. Schuld daran sind nicht nur geopolitische Krisen, Klimaauswirkungen oder Materialengpässen. Vor allem liegt es an der Verbraucherbasis, die immer mehr Personalisierung und Vielfalt bei Bestellungen und Lieferungen erwartet. Gleiches gilt für Unternehmen und ihre Beschaffungsprozesse.

Durch die Investition in eine Plattform, die das Bedarfsmanagement durch zuverlässige Prognosen, Bedarfserkennung, Entscheidungsfindung und Netzwerkausgleich optimiert, kann Ihr Unternehmen Volatilität und Unvorhersehbarkeit nicht nur abmildern, sondern sogar in einen Wettbewerbsvorteil verwandeln.

Ihre Unternehmensführung wird fast sofort höhere Gewinnmarge sehen. Ihr operatives Team kann fundierte Entscheidungen treffen und Ihre IT-Abteilung profitiert von nahtlosen und skalierbaren Systemen. Gleichzeitig kann die Beschaffung ihre Entscheidungen besser auf verlässliche Nachfragedaten abstimmen.

Kurz gesagt: Um die Nachfrage zu optimieren, benötigen Sie eine Managementlösung, die alles auf einen Blick liefert – eine zentrale Plattform für durchgängige Transparenz.

 

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