Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis- Return on Investment (ROI) erklärt: Definition, Berechnung und Nutzen für die Supply Chain
- Was ist der ROI (Return on Investment)?
- Warum der ROI wichtig ist und wie er in der Supply Chain genutzt werden kann
- Wie berechnet man den ROI?
- Ermittlung von Kosten und Gewinnen in Supply-Chain-Projekten
- Beispiele für die ROI-Berechnung
- Was bedeutet ein guter ROI?
- Wie messe ich den ROI meines Supply-Chain-Projekts?
- Warum der ROI eine wichtige Messgröße bei der Strategieentwicklung ist
- ROI und Slimstock: Messbare Ergebnisse erzielen
Überblick
Der Return on Investment (ROI) ist eine zentrale Kennzahl zur Messung der Rentabilität, die den Gewinn oder Verlust einer Investition im Verhältnis zu ihren Kosten quantifiziert. Er wird wie folgt berechnet: ROI = [(Gewinn – Kosten) / Kosten] × 100. Im Supply-Chain-Management ist der ROI entscheidend, um fundierte Entscheidungen zu treffen, die Leistung über die Zeit hinweg zu verfolgen und Initiativen zu priorisieren – etwa neue Softwarelösungen oder Prozessverbesserungen –, die zu messbaren Vorteilen wie geringeren Kosten, höheren Umsätzen und verbesserten Servicelevels führen.
Jede Investition ist mit einem gewissen Grad an Unsicherheit und Risiko verbunden. Wenn ein Unternehmen beschließt, Ressourcen wie Zeit, Geld oder Arbeitskraft einzusetzen, ist es nur natürlich, sich zu fragen: Wie hoch wird die Rendite sein? Um diese Frage zu klären, ist es vom Vorteil sich den ROI, auch Return on Investment genannt, anzuschauen.
In diesem Artikel erläutern wir, was der ROI bedeutet, wie er berechnet wird und warum das Verständnis dieses Indikators für den Erfolg der Supply Chain so wichtig ist.
Was ist der ROI (Return on Investment)?
Im Kern ist der Return on Investment (ROI) ein Maß für Rentabilität. Er gibt Auskunft darüber, wie viel Gewinn oder Verlust ein Unternehmen mit einer Investition im Verhältnis zu deren Kosten erzielt.
Die Formel lässt sich auf fast jede Art von Geschäftsinitiative anwenden: Marketingkampagnen, Prozessverbesserungen, Implementierung neuer Software, Infrastrukturinvestitionen oder Projekte im Kundendienst. Sobald einer Maßnahme Kosten und ein messbarer Nutzen zugeordnet werden können, lässt sich ihr ROI berechnen.
Im Supply-Chain-Management ist der ROI besonders nützlich, da Supply Chains mehrere Prozesse wie Beschaffung, Lagerhaltung, Implementierung eines neuen Tools für die Bedarfsplanung oder die Einführung neuer Produkte umfassen. Mit dem ROI lassen sich Verbesserungen in diesem Bereich klar quantifizieren, zum Beispiel:
- Wie viel Zeit und Geld könnte durch die Automatisierung der Bedarfsprognose eingespart werden?
- Welchen finanziellen Gewinn bringt die Investition in ein neues Lagerverwaltungssystem?
- Liefert ein neues Programm zur Zusammenarbeit mit Lieferanten einen Mehrwert?
Durch die Messung des ROIs erhalten Unternehmen ein klareres Bild davon, welche Initiativen wirklich zur Leistungssteigerung beitragen und welche nicht. Dies hilft dabei, Investitionen zu priorisieren, die zu langfristiger Effizienz und Rentabilität beitragen.
Warum der ROI wichtig ist und wie er in der Supply Chain genutzt werden kann
ROI zu verstehen, hilft Führungskräften in der Supply Chain, operative Initiativen an den Unternehmenszielen auszurichten.
Fundierte und sichere Entscheidungen treffen
Wenn Unternehmen den ROI ihrer Projekte verstehen, können sie fundiertere Entscheidungen darüber treffen, wo sie Ressourcen einsetzen. Anstatt sich auf Annahmen zu verlassen, können Führungskräfte ihre Strategien mit Daten untermauern. Dies erhöht das Vertrauen in die Entscheidungsfindung und hilft, Investitionen gegenüber Stakeholdern zu rechtfertigen.
Rückverfolgung der Leistung über einen gewissen Zeitraum
Der ROI dient außerdem als Leistungsmaßstab. Durch den Vergleich der Erträge früherer Initiativen können Unternehmen realistische Ziele definieren und ihre Strategien kontinuierlich verfeinern. So wird sichergestellt, dass jeder investierte Euro zu messbaren Verbesserungen wie Kostensenkungen, verbesserten Serviceleistungen oder schnelleren Lieferzeiten beiträgt.
Kontinuierliche Verbesserung vorantreiben
Ein weiterer wichtiger Vorteil des ROI ist, dass er eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung fördert. Teams, die den ROI regelmäßig überwachen, erkennen eher Ineffizienzen, testen neue Ideen und konzentrieren sich auf langfristige Ergebnisse. Im Supply Chain Management, wo Veränderungen an der Tagesordnung sind, ist dieses Mindset unerlässlich.
Relevanz für die Praxis
Um diesen Punkt zu erläutern, ist es sinnvoll die Logistik als Beispiel zu nutzen. Wird der ROI systematisch verfolgt, zeigt sich unter Umständen, dass ein bestimmter Spediteur dauerhaft niedrigere Kosten verursacht und pünktlich liefert. Im Beschaffungswesen zeigt eine genaue Betrachtung des ROI, dass eine Lieferantenkonsolidierung den administrativen Aufwand spürbar reduziert. Somit dient der ROI in allen Bereichen der Supply Chain als Realitätscheck, um sicherzustellen, dass eingesetzte Ressourcen den gewünschten Mehrwert schaffen.
Wie berechnet man den ROI?
Die Berechnung des Returns on Investments ist recht einfach und liefert nichtsdestotrotz aussagekräftige Erkenntnisse. Die Formel lautet wie folgt:
Wobei:
- Der Gewinn aus der Investition bezieht sich auf die gesamte finanzielle Rendite oder den Profit, der durch die Investition erzielt wird.
- Die Investitionskosten stellen die Gesamtausgaben dar, die für die Umsetzung der Maßnahme erforderlich sind.
Das Ergebnis wird in Prozent angegeben, wodurch sich verschiedene Projekte oder Strategien leicht miteinander vergleichen lassen.
Ein ROI von 50 % bedeutet beispielsweise, dass das Unternehmen für jeden investierten Euro 1,50 € zurückerhalten hat (ein Gewinn von 0,50 €).
Ermittlung von Kosten und Gewinnen in Supply-Chain-Projekten
Bei der Anwendung des ROI im Zusammenhang mit der Supply Chain ist es wichtig, alle relevanten Kosten und Gewinne genau zu ermitteln.
Kosten können Folgendes umfassen:
- Softwarelizenzen und Implementierungsgebühren
- Kauf von Hardware und Ausrüstung
- Ausgaben für Schulungen und Änderungsmanagement
- Arbeits- und Verwaltungskosten
- Logistik-, Lager- und Aufbewahrungskosten
- Finanzielle Kosten wie Zinsen oder Versicherungen
Gewinne können Folgendes umfassen:
- Höhere Umsätze durch verbesserte Produktverfügbarkeit
- Geringere Transport- und Einkaufskosten
- Reduzierung von Abfall oder Veralterung
- Höhere Produktivität durch Automatisierung
- Kürzere Lieferzeiten und bessere Produktverfügbarkeit
Durch die klare Darstellung dieser Elemente können Sie sicherstellen, dass Ihre ROI-Berechnung das Gesamtbild widerspiegelt
Beispiele für die ROI-Berechnung
Nehmen wir einmal an, Ihr Unternehmen investiert 50.000 € in ein neues Tool zur Bestandsoptimierung. Nach einem Jahr reduziert das System Überbestände und verbessert die Verfügbarkeit, wodurch 30.000 € an Logistik- und Lagerkosten eingespart und 20.000 € an zusätzlichen Umsätzen generiert werden.
Gesamtgewinn = 50.000 €
Gesamtkosten = 50.000 €
Auf den ersten Blick scheint dies ein neutraler Ertrag zu sein. Diese Zahl berücksichtigt jedoch nicht die langfristigen Gewinne, die im Laufe der Zeit weiterhin Einsparungen generieren, etwa durch eine verbesserte Prognosegenauigkeit und einen geringeren Arbeitsaufwand.
Betrachten wir nun ein weiteres Szenario. Angenommen, ein Automatisierungsprojekt der Supply Chain kostet 80.000 €, führt aber zu jährlichen Einsparungen von 120.000€.
Das bedeutet, dass das Projekt bereits innerhalb eines Jahres eine Rendite von 50 % erzielt, was ein starker Indikator für seinen wirtschaftlichen Mehrwert ist.
Was bedeutet ein guter ROI?
Es gibt keine allgemeingültige Regel dafür, was als „guter” ROI gilt. Das hängt von Ihrer Branche, Ihrem Risikobereitschaft und Ihrem Zeitplan ab. Dennoch wird bei Supply-Chain-Projekten eine Rendite von 20–30 % im ersten Jahr oft als gutes Zeichen gewertet.
Aber Zahlen sagen nicht alles aus. Sie können bei einem einmaligen Projekt einen hohen ROI erzielen, das bedeutet jedoch nicht, dass dieser dauerhaft ist. Manchmal ist eine geringere, aber stetige Rendite aus langfristigen Bemühungen auf lange Sicht wertvoller.
Neben dem ROI sollten Unternehmen auch die Amortisationszeit berücksichtigen: Wie lange dauert es, bis sich die Anfangsinvestition amortisiert hat? Ein Projekt mit einem moderaten ROI, aber einer kurzen Amortisationszeit kann attraktiver sein als ein Projekt mit höheren Renditen, deren Realisierung Jahre dauert.
Wie messe ich den ROI meines Supply-Chain-Projekts?
Bei ROI-Berechnungen werden oft die weniger quantifizierbaren Ergebnisse übersehen, die dennoch einen Mehrwert schaffen. Bei der Bewertung des ROI einer Supply-Chain-Initiative ist es wichtig, sowohl materielle als auch immaterielle Elemente zu berücksichtigen
Im Laufe der Zeit führen diese Vorteile zu Kosteneinsparungen, Effizienzsteigerungen und einer höheren Kundenzufriedenheit, was insgesamt den ROI stärkt.
Warum der ROI eine wichtige Messgröße bei der Strategieentwicklung ist
1. Eliminierung unnötiger Ausgaben
Die Analyse des ROI zeigt, welche Maßnahmen wirklich einen Mehrwert schaffen und welche lediglich Ressourcen binden. Durch die Identifizierung von leistungsschwachen Aktivitäten können Unternehmen unnötige Kosten reduzieren und Mittel gezielt in Projekte mit höherem Potenzial umleiten.
2. Steigerung der Rentabilität
Wenn Verschwendung reduziert wird und Investitionen gezielter erfolgen, wird die Rentabilität automatisch steigen. Durch die Optimierung des ROI wird sichergestellt, dass jeder ausgegebene Euro direkt zum Unternehmensergebnis beiträgt – was Reinvestitionen in Innovation und Wachstum ermöglicht.
3. Gewährleistung einer langfristigen Stabilität
Die ROI-Analyse ist keine einmalige Aufgabe, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Durch die regelmäßige Überwachung des ROI können Unternehmen eine konstante Rentabilität aufrechterhalten und sich schnell an Marktveränderungen anpassen. So entsteht langfristige Stabilität statt kurzlebige Einmalgewinne.
4. Steigerung des Selbstvertrauens und der Leistung des Teams
Ein Unternehmen, das seine ROI-Erfolge verfolgt und würdigt, fördert die Motivation seiner Mitarbeiter. Mitarbeiter, die die Ergebnisse ihrer Bemühungen sehen, fühlen sich stärker eingebunden und selbstbewusster, was zu einer engeren Zusammenarbeit und einer höheren Leistung in allen Abteilungen führt.
ROI und Slimstock: Messbare Ergebnisse erzielen
Ein Bestandsoptimierungsprojekt kann erhebliche Vorteile bringen, aber es ist nur dann sinnvoll, wenn sich die Investition schnell amortisiert.
Deshalb aktzeptiert Slimstock ein Projekt erst dann, wenn klar ist, dass der Return on Investment innerhalb von 12 Monaten erreicht wird. So wird sichergestellt, dass jede Initiative messbare und nachhaltige Ergebnisse liefert.
In der heutigen Zeit müssen Unternehmen ein Gleichgewicht zwischen Kundenzufriedenheit und optimalen Lagerkosten finden. Entdecken Sie, wie Sie mit der Supply Chain Control Tower-Software von Slimstock Ihre Prozesse aufeinander abstimmen, das Service Level steigern und einen echten ROI erzielen können.









